Dänemarks Industrie

Daenemarks Industrie

Die Dänemark Industrie ist spezifischen Rahmenbedingungen ausgesetzt. Dazu gehört zunächst, dass der EU-Staat abgesehen von Erdöl- und Erdgasvorkommen, die es exportiert, ein relativ rohstoffarmes Land ist. Die dänische Bevölkerung verfügt jedoch über einen im weltweiten Vergleich sehr hohen Ausbildungsstand. Die Lage des Landes zwischen der Nordsee und der Ostsee im nördlichen Zentrum Europas ermöglicht hervorragende Seeverbindungen in den Westen, Norden und Osten. Von Jütland aus besteht nach Süden eine Autobahnverbindung zum größten Industriestaat Europas, der Bundesrepublik Deutschland. So konnte sich im 20. Jahrhundert nach dem Dienstleistungsbereich insbesondere der Zweig der verarbeitenden Industrie herausbilden.

Die wichtigsten Handelspartner sind heute Deutschland gefolgt von Großbritannien. Insgesamt trägt die Industrieproduktion etwa ein Viertel zum Bruttoinlandsprodukt und ebenso ein Viertel zur Beschäftigung bei. Bei den politischen Rahmenbedingungen sticht der im Vergleich zu anderen EU-Staaten stark deregulierte Arbeitsmarkt hervor. Die Arbeitslosenquote liegt seit einigen Jahren auch im industriellen Sektor deutlich unter dem europäischen Durchschnitt.

In der Dänemark Industrie verteilen sich die verschiedenen Industriezweige auf das ganze Land, wobei die kaum industrialisierten, autonomen Gebiete Grönland und Färöer in der Betrachtung ausgenommen bleiben. Der Raum der Hauptstadt Kopenhagen auf Seeland ist mit etwa 1,5 Millionen Einwohnern das am dichtesten besiedelte und am stärksten industrialisierte Gebiet. Traditionell gesehen ist Dänemark besonders für seine Möbelindustrie, die sich schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte, bekannt. Die drittgrößte Stadt Odense ist mit der Lindø-Werft ein traditionsreicher und bis heute bestehender Standort für die Schiffbauindustrie. Nach Umsatz sind die größten Bereiche der Dänemark Industrie heute die Lebensmittelverarbeitung und die Metallverarbeitung. Der Industriezweig Lebensmittelverarbeitung macht beispielsweise mit Konservenprodukten, Zucker, Margarine, Süßigkeiten und Bier gut ein Viertel der industriellen Produktion aus. Stark vertreten sind dazu die metallverarbeitende Industrie, der Maschinenbau, die Produktion von Elektroartikeln, die chemische und pharmazeutische Industrie, die Textilverarbeitung und der Bau von Dieselmotoren für Eisenbahnen und Schiffe.

Das größte Einzelunternehmen ist der bereits 1904 gegründete Reederei-Konzern A.P.Møller-Mærsk A/S, der schwerpunktmäßig große Containerschiffe produziert und weltweit über viele Beteiligungen in unterschiedlichen Industriezweigen verfügt. Die bekannteste Marke Dänemarks hält die aus dem Bereich der Spielzeugherstellung bekannte Firma Lego mit Sitz in Billund in Jütland.

In vielen Bereichen der dänischen Industrie tut sich etwas. Schließlich gilt es, dauerhaft mit den Gegebenheiten am internationalen Markt mithalten zu können. Ein Aspekt, der langfristig von einer entscheidenden Bedeutung ist. Egal, um welche Produkte oder Dienstleistungen es dabei im Einzelnen geht: ob um Big Bags , um Friseurdienstleistungen, um computerspezifische Produkte oder schlicht und einfach um Ledertaschen, Bücher oder Kosmetikprodukte: von der Herstellung der Erzeugnisse bis zum Vertrieb sollten Sorgfalt, Qualitätsbewusstsein und Know-how an erster Stelle stehen. Nur so kann ein Unternehmen über viele Jahre hinweg Bestand haben.


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